Reisebericht Norwegen 2006 - Reiseberichte aus Ländern begreNzter Möglichkeiten

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Reisebericht Norwegen 2006

7.500 km von Gallurien aus mit Auto und Zelt über Hirtshals/Dänemark nach Kristiansand, Stavanger, Bergen, Trondheim, Bodö, den Lofoten, Narvik und zurück.
Süd-Norwegen:
Norwegen ist groß und lang. Sollten Sie aber nach Stavanger kommen, besuchen Sie unbedingt das Norsk Hermetikkmuseum (Konserven-Museum) und üben Sie das Eindosen mit Gummi-Sardinen (roh, geräuchert, mit und ohne Kopf). Vom Fähranleger in Tau können Sie ganz bequem auch ohne Auto nach Stavanger kommen und ein Erdöl-Museum gibt es dort auch.
In Sauda gibt es einen gut sortierten Eisenwarenladen, sollte sich am Fahrradträger mal eine Schraube verabschiedet haben.
Steigen Sie unbedingt von Lofthus am Sörfjord auf Europas größte Hochebene, die Hardangervidda. 1.000 m Höhenunterschied die sich lohnen. Üben können Sie vorher schon mal am Predigtstuhl, nur 604 m über dem Lysefjord.
Glauben Sie nicht, weil Norwegen soviel Strom mit Wasserkraft erzeugt und auch genug Öl und Gas hat, dass jeder Tunnel (und es hat sehr viele Tunnel) beleuchtet ist. Der mit 24,5 km längste Strassentunnel der Welt auf der E 16 nach Laerdal ist allerdings sogar regelrecht illuminiert. In anderen Tunneln können Radfahrer und freilaufende Schafe aber leicht übersehen werden.
Unternehmen Sie eine geführte Gletscherwanderung auf dem Nigardsbreen, solange es ihn noch gibt (2006 war er aber noch bis 500 m dick).
Probieren Sie hinter Norddal nach 22 % Steigung in Herdalen karamellisierten Ziegenkäse. Lecker.
Geniessen Sie im Baklandet Skydsstation in Trondheim alle möglichen Köstlichkeiten aus der Küche.
Nord-Norwegen:
Die Waffeln an der E 6 auf der Grenze zu Nordnorwegen sollten Sie sich aber auch nicht entgehen lassen.
Die Fahrt auf der Küstenstrasse R 17 ist laut Reiseführer "an einem schönen Sommertag ein unvergessliches Urlaubserlebnis". Bei dichtestem Nebel auch, puh!
Später als erwartet erreicht man Bodö, aber auf der Fährfahrt nach Moskenes (Lofoten) scheint die Mitternachtssonne.
Stockfisch vom Dorsch, auch Cod genannt, stinkt nicht. Er riecht nur. Lebertran (hergestellt aus der Dorschleber) schmeckt allerdings abscheulich. Besuchen Sie das Lofoten-Museum in A vor 11 Uhr, bevor italienischen Kreuzfahrtausflüglern der Tran gegen alles möglich angepriesen wird (Nein, bleiben Sie noch bis 12 Uhr - der Spuk ist sehenswert). Den Lebertrangeschmack werden Sie danach in der örtlichen Bäckerei mit frischen Zimtschnecken zu 80 % wieder los. Wenn das nicht hilft, probieren Sie es mit frisch gefangenem Lachs und Kartoffelpfannkuchen (Lomper). Die Lomper bekommen sie auch im Landhandel (sehr schöne alte Inneneinrichtung) des Fischerortes Nusfjord.
Und auch hier geht der Reiseführer nicht fehl: "Das Wetter auf den Lofoten ist eine ziemlich wechselhafte Angelegenheit. Lange beständige Wetterlagen gehören zu den Ausnahmen. Klare, sonnige und windstille Tage können rasch mit windigem Nieselwetter wechseln."
Zurück auf dem Festland und der Rückfahrt nach Süden waren aber in Mo i Rana die Ufer des Marmorflusses auch bei (oder gerade bei) Nieselwetter sehenswert. Danach kann man noch zwei Stunden durch die Höhlen und Gänge der Setergrotta laufen und kriechen. 4 Grad unter Tage, direkt am Polarkreis. Wenn Sie 15 m tiefe Felsspalten überwunden und durch den "Briefschlitz" gepasst haben, dann erhalten Sie am Ende der Tour auch das begehrte "Grotten-Zertifikat" für ausgewiesenen Mut und Unerschrockenheit.

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wieder in Südnorwegen:
Die Waffeln an der E 6 auf der Grenze zu Südnorwegen sollten Sie sich auch diesmal nicht entgehen lassen.
Füttern Sie damit auf dem Dovrefjell aber keine Moschusochsen. Am besten bucht man eine geführte Safari, um die Kerle auch zu finden. Die Ranger erklären einem dabei auch alles andere zu Flora und Fauna des Fjells.
Noch zwei Überlebensregeln:
Stellen Sie sich bei 30 Grad im Schatten nicht unter den Dachrand einer Stabkirche, die Holzschindeln sind dick mit Teer bestrichen.
Essen Sie, sobald die Sonne scheint, ein Eis (Is)- das ist im Sommer des Norwegers Leibspeise.
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