Reisebericht Island 2014 - Reiseberichte aus Ländern begreNzter Möglichkeiten

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Reisebericht Island 2014

Wir umrunden das "hochsommerliche" Island im Juli 2014 in 17 Tagen.

Velkómin in Reykjavik, der nördlichsten Hauptstadt Europas. So hoch im Norden wird die Sonne für uns über zwei Wochen nicht untergehen, auch wenn wir sie nicht so häufig zu Gesicht bekamen.

Nach unserer Ankunft am Internationalen Flughafen von Keflavik fahren wir mit dem Flybus zum Zentrum von Reykjavik. Dort übernachten wir mitten im Zentrum, haben ein fantastische Aussicht vom Turm der Kirche Hallgrímskirkja, erkunden zahlreiche Nebenstraßen, den alten Hafen und die Harpa.
Am übernächsten Morgen starten wir mit einem kleinen Mietwagen im Uhrzeigersinn auf der Ringstraße Nr. 1 um die Insel Island.

Zunächst geht es nach Hellnar auf der Halbinsel Snaefellsnes. An den Klippen der Küste fliegen Sturmvögel und Möwen nicht über uns hinweg, ihnen ist es zu nass und zu windig. Idelas Wetter um einen Reise zum Mittelpunkt der Erde zu machen und das Haimuseum in Bjarnarhöfn zu besuchen. Wir konnten uns aber nicht dazu entscheiden künftig fermentiertes Haifleisch gegen Kartoffelchips einzutauschen.
Vorbei am Wikinger Langhaus in Eiríksstaðir geht es weiter Akureyri, die zweitgrößte Stadt des Landes. In unserem kleinen Stadthotel läuft die Heizung, über Nacht zieht sich Puderzucker über die umliegenden Vulkanbergketten. Verpassen Sie nicht eine Fahrt durch einige Tunnel zum Heringsmuseum in Siglufjörður. "Geheimtipp!!!"
Leider ist das Wetter so schlecht, dass unsere Waltour von Husavík aus ins Wasser fällt. Die gesamt Walbeobachtungsflotte liegt im Hafen fest, aber der Besuch des abwechslungsreich gestalteten Walmuseums entschädigt es ein wenig.

Anschließend fahren wir zum See von Myvatn und halten auf dem Weg am 12 Meter hohen Godafoss Wasserfall. Highlight des Tages war aber der Besuch des Transport-Museum Ystafell.
In der Gegend um den Mývatn See wandern wir über ausgedehnte Lavafelder, zu brodelnden Schlammtümpeln und dampfenden Schwefelquellen. Überall raucht, dampft, zischt es und es riecht entsprechend mal mehr oder weniger faulig. Fantastisch anzusehen ist auch die Nutzung der Erdwärme in der weitläufig verrohrten Kraftwerksanlage Krafla.
Danach haben wir uns am Abend ein warmes Bad in der ‘Blauen Lagune des Nordens', den Thermalquellen verdient. Kein Geheimtipp mehr, aber ein absolutes Muss.

Reiserücktritt - Reiseabbruch - Reisegepäck - Krankheit - Unfall

Weiter Richtung Osten kommen wir abseits der Hauptstraße 1 zum spektakulären Dettifoss Wasserfall. Eine 100 Meter breite Wassermasse stürzt sich 40 Meter in die Tiefe hinab. Keinen Kilometer weiter flussaufwärts liegt der nicht weniger spektakuläre Selfoss Wasserfall. Alles in einer mondartigen Landschaft aus Steinen und Lava, in der weit und breit niemand wohnt.

Wir kommen in die Ostfjorde. Die Fahrt geht an der Küste vorbei, wir übernachten in einem Fischerdorf. Am nächsten Tag fahren wir noch ein kleines Stück zum Ausgangspunkt einer Bootstour, hinaus zur Vogelinsel Papey. Die Sonne scheint den ganzen Nachmittag!!!

Wir fotografieren Papageitaucher, wandern zum Leuchtturm und den Vogelklippen, wo zahlreiche Küstenseeschwalben und Dreizehenmöwen brüten. Nach der Rückkehr zum Festland wechseln sich auf der Fahrt tiefe Fjorde und Weitblicke ab. Nach einer kurvenreichen Fahrt entlang der Küste erreichen wir am Abend unsere nächste Unterkunft. Alles ganz entspannt, es wird ja nicht dunkel und es gibt nur eine einzige Straße.
Auf der Fahrt entlang der Südküste Islands taucht er plötzlich auf: der Vatnajökull Gletscher, der etwa 8% der Fläche Islands einnimmt. 
Am nächsten Tag starten wir mit einem Guide in einer kleinen internationalen Gruppe, mit Spitzhacke und Steigeisen, eine Wanderung übers Eis. Wir suchen unseren Weg über schmale Eisspalten und Schmelzwasserflüsse. 
In der Nähe treiben große blaue abgebrochene Eisbrocken in der Gletscherlagune Jökulsárlón und weiter hinaus aufs Meer. Auf einer Tour mit einem Amphibienfahrzeug lassen sich die Eisbrocken aus nächster Nähe betrachten. Egal ob bei bedecktem Himmel, bei Regen oder Sonne - in jedem Fall faziniert das tiefe Blau des gepressten uralten Gletschereises.

Vom Nationalparkzentrum aus geht es bergauf zum Svartifoss Wasserfall. Eine friedliche, überraschend grüne Umgebung; beeindruckender Wasserfall mit Basaltsäulen, Aussicht auf die Eiskappe des Vatnajökull und in Richtung einer endlos erscheinenden Moränenlandschaft (Sander).
Am nächsten Tag machen wir eine halbstündige Fährüberfahrt zu den Westmännerinseln, wo wir die Insel Heimaey mit dem 'Pompeji des Nordens' besuchen. 1973 legte der Ausbruch des Vulkans Eldfell etwa 400 Häuser in Schutt und Asche.
Nächstes Ziel ist das Thermalgebiet Südislands. Im Geozentrum in Hveragerdi erfahren wir viel über die Entstehung der Geysire, kochen unser eigenes Ei und kosten isländische Leckerbissen (Schwarzbrot mit Ei, Treibhaus-Erdbeeren). In der Nähe des Gulfoss Wasserfall übernachten wir.
In Thingvellir spazieren wir mitten durch die Bruchlinie zwischen dem europäischen und amerikanischen Kontinent. 
Später folgen wir einer Fernwärmeleitung bis nach Reykjavik.

Ohne Stopp fahren wir weiter, wir wollen noch ins Salzfischmuseum nach Grindavik - Saltfisksetur.

Am letzten Tag vor unserer Abreise relaxen wir im Thermalsalzwasser der Blauen Lagune.

Wir verlassen Island wie wir gekommen sind - im Regen bei etwa 12 Grad Celsius.
Kommen wir wieder? Hängt vom Wetter ab!

Gerne aber wieder mit Reisebausteinen von www.erlebe-island.de.

Äußerst interessante Infos zu aktuellen vulkanischen Aktivitäten und Polarlichtern findet man im Island Blog "Neues aus Atlantis West".

Stets aktuelle Infos zu 13.000 km isländischen Haupt- und Landstraßen sowie zum lokal häufig wechselnden Wetter gibt es bei der Icelandic Road and Coastal Administration (IRCA).

Nächstes Jahr steht Italien auf dem Plan. Das Land wo die Reise zum Mittelpunkt der Erde endete - ausgespuckt vom Vulkan Stromboli - und wohin Island seinen Trockenfisch/Bacalao exportiert.  :-)
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