Historie - Reiseberichte aus Ländern begreNzter Möglichkeiten

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Gallurien
Historie

Ursprünglich war der Bau einer Modelleisenbahnanlage in Epoche II und III vorgesehen, mit überwiegendem Dampflokbetrieb.

Was macht man dann aber mit der schönen dunkelblauen E-Lok 110 aus Kindheitstagen?

Zudem fand die Eisenbahnus-Faszinationitis auch noch Gefallen an Dieselloks - eine V 200 musste her - und die Epoche I hat im Katalog doch auch noch so viele schöne Exemplare zu bieten.
Die geschichtliche Entwicklung der von mir bevorzugten künftigen Modellbahnlandschaft, dem nicht weit entfernten Ruhrgebiet, sowie dem erlebten Zusammenwachsen der Reichsbahn mit der Bundesbahn nach der Wende, gab den Ausschlag. Die Geschichte musste einfach für meine Modellbahnbedürfnisse umgeschrieben werden.

Nach dem großen Weltkrieg kam 1918 Gallurien so zunächst unter britische Verwaltung und wurde später zur Kronkolonie, ohne eine eigene Eisenbahngesellschaft zu besitzen oder zu gründen.


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Die Länder Bayern, Preußen, Sachsen, Baden und Württemberg behielten bis heute ihre vollen Landesrechte und Staatseisenbahnen. Der bekannte Rest wurde zum Deutschen Reich, wo dann die Reichsbahn fuhr. Politische Zerwürfnisse führten 1949 zur deutschen Dreiteilung und es kommt zur Gründung von norddeutscher Bundesbahn und ostdeutscher Reichsbahn. In Mittelsüdwestdeutschland fährt nach wie vor die alte Reichsbahn.

Das Schienennetz wird in den 1960er-Jahren im Zuge der Entwicklung der Europäischen Union zum Staatenbund grenzübergreifend privatisiert und in technischer Hinsicht vereinheitlicht.

Entgegen der tatsächlichen geschichtlichen Entwicklung vertragen sich alle Staaten, Länder und Eisenbahngesellschaften (West wie Ost) aufs Beste und es findet ein reger grenzüberschreitender Personen- und Güterverkehr (incl. Loks) statt.

So kam es im Modelleisenbahnjahr 1977 dazu, dass seitdem in Gallurien (seit 1967 eigenständiges Fürstentum) mit V 200 bespannte Silberlinge aus der Bundesrepublik neben ostdeutschen Taigatrommeln genauso anzutreffen sind, wie der Rheingold mit der BR 01 oder eine bayerische S 3/6. Und da einige Länderbahnen im neuen Staatenbund seit je her unter chronischer Geldnot gelitten haben, waren sie gezwungen die alten zum Teil um 1900 gebauten Maschinen bis heute noch in Gebrauch zu halten. Die Epoche I ist damit neben neuesten Entwicklungen der Epoche III mit Übergang zur Epoche IV eine alltägliche Erscheinung. Schöner, bunter und internationaler geht es nicht.
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